Angler werden in drei Schritten: So geht’s!

2. Fischereischein

Damit du endlich anfangen kannst zu angeln, führt der nächste Schritt zum Amt. Je nach Stadt- oder Gemeindegröße und Verwaltungssystem bekommt man den Fischereischein im Kreisverwaltungsreferat (z. B. München), Rathaus, Bürgerhaus o. ä. (Erkundigt euch einfach vorher, denn die Abteilung „Waffen, Jagd, Fischerei“ gibt es in größeren Städten logischerweise nicht an jeder Ecke … ). Für die Prozedur benötigt ihr das Prüfungszeugnis, Personalausweis oder Reisepass und 2 Passfotos. Für den Fischereischein, also den amtlichen Ausweis, zahlt man eine einmalige Gebühr von 35,- EUR. Außerdem wird die Fischereiabgabe fällig. Hier besteht auch die Möglichkeit, die Abgabe auf Lebenszeit zu entrichten. Je jünger der Antragsteller ist, desto höher wird der Betrag. Somit bewegen sich die Abgaben zwischen 32 EUR und 300 EUR. Zudem kann man die Fischereiabgabe jeweils für die Dauer von 5 Jahren leisten.
Mit diesen Geldern wird übrigens der Neubesatz von Gewässern und die Gewässerpflege finanziert. Somit leisten aktive Angler einen nicht unerheblichen Beitrag zur Erhaltung des Artenreichtums in bayerischen Seen und Flüssen.

3. Angelerlaubnisscheine (Angelkarten)

Jetzt kann´s endlich losgehen. Ab sofort darfst du am Angelgebiet deiner Wahl das erste Mal den Schwimmer auszuwerfen. Die meisten Fanggebiete werden an Vereine verpachtet. Diese bieten dann Gastanglern die Möglichkeit, die von ihnen gepflegten Gewässer zu befischen. Größere Gebiete – wie der Starnberger See – gehören dem Freistaat Bayern.

Tages- oder Wochenkarten können je nach Gebiet in Angelgeschäften oder Tourismusämtern erworben werden. Aber auch Zeltplätze, Tankstellen, Supermärkte, Kioske oder private Anwohner/Vereinsmitglieder geben Angelkarten aus. Die Tageskarten gibt es teilweise schon ab 8,- EUR. Exklusive Fliegengewässer kosten allerdings ca. 40 bis 60 EUR. Einfach auf http://www.fanggebiete.de/angelgewaesser/bayernkarte/angeln-in-bayern.html checken 😉
Egal, wo ihr angeln geht, den Angelschein und die Angelkarte müsst ihr immer dabeihaben. Denn sowohl Polizei als auch amtliche Fischereiaufseher prüfen vor Ort eure Dokumente.

Wer regelmäßig angelt, schätzt die spannende Kombination aus Naturerlebnis, Meditation, Fangtechnik und, na ja, Glück. Aber bitte denkt daran, dass die gesetzlichen Regeln des Angelns unbedingt und peinlich genau eingehalten werden müssen (Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Fischereigesetzes (AVBayFiG)). Denn neben Hobby und Freizeitspaß geht es auch um die Tötung von Tieren. Zudem erfordert der Umgang mit gefangenem Fisch ein hohes Maß an Hygiene, da es sich ja um ein hochwertiges Lebensmittel handelt.

Wir wünschen allen frischgebackenen Anglern viel Spaß und Petri Heil und guten Appetit!

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